14 Aug
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Cloud Readiness: Banking Technology im Wandel. SDS IREG erfolgreich deployed.

Ob für interne Prozesse, Organisation oder die Entfaltung neuer Geschäftsmodelle – die Möglichkeiten, die das Thema Cloud mit sich bringt, haben einen positiven Effekt auf Fortschritt, Wettbewerb und Customer Experience. Viele dynamische Branchen bilden ihre „Digital Transition“ bereits langjährig mit erfolgreichen Cloud-Anwendungen und -Modellen ab. Die Finanzindustrie und ihre verbundenen Dienstleister stellen sich nunmehr vermehrt den Hürden und Herausforderungen, die moderne Cloudification mit sich bringt und begegnen den Markttrends in positiver Art und Weise. So auch SDS, die mit der Cloud Readiness von SDS IREG internationalen Bestands- und Neukunden den Schritt zu Next-Generation Tax Reporting ermöglicht.

WETTBEWERBSLAGE, VOR- UND NACHTEILE VON CLOUD-ANWENDUNGEN

Die Finanzindustrie steht in Bezug auf IT-Infrastruktur und Betrieb vor dynamischen und schwer absehbaren Veränderungen. Wurden in der abgelaufenen Dekade insbesondere Strategie und Geschäftsmodelle, nicht zuletzt durch massive regulatorische Neuerungen sowie das Eintreten neuer Mitbewerber wie z.B. FinTechs, in Frage gestellt und überarbeitet, sind nunmehr „Innovative Technologien“ und „Digitalisierung“ die Topthemen, die die Wettbewerbsfähigkeit eines Finanzintermediärs maßgeblich mitbestimmen.

Der hohe Innovationsdruck durch die gestiegene Erwartungshaltung des Bankkunden hat neue Finanzprodukte, Dienstleitungen und Service Channels hervorgebracht. Das Schritthalten mit der gesteigerten Erwartungshaltung durch laufende Innovationen bei gleichzeitiger Gewährleistung stabiler betrieblicher Prozesse und der Absicherung hoher Investitionskosten macht Projekte im Bereich Digitalisierung zu einer komplexen Managementaufgabe.

Ein Schlüssel zum Erfolg bei der Bewältigung dieser Aufgaben könnte in der fortschreitenden Cloudification von Back-End-Lösungen liegen. Ob für interne Prozesse, Organisation oder die Entfaltung neuer Geschäftsmodelle und Kundennutzen – die Möglichkeiten, die das Thema Cloud mit sich bringt, haben einen positiven Effekt auf den Fortschritt der Marktteilnehmer in der internationalen Finanzindustrie. Trotz bestehender Einstiegshürden, sei es im Zusammenhang mit Sicherheits-, Rechts-, Geschäfts- oder Technologiefragen, stehen die Zeichen auf Wachstum. Die Entscheidungsträger in den Banken stellen etablierte Prozesse auf den Prüfstand, Assessments ermitteln den besten Weg in die Cloud und Experten zerbrechen sich den Kopf über das neueste Produkt und dessen Platzierung im Markt. Umfragen haben ergeben, dass Marktteilnehmer innerhalb der kommenden fünf Jahre mit entsprechendem Kapitalmarktgeschäft ihre Cloud-Strategie mit klaren Wachstumsplänen forcieren. Damit diese ambitionierten Pläne auch erfolgreich umgesetzt werden können, sind wichtige Fragestellungen wie beispielsweise zu Themen der Wettbewerbslage, zu Vor- und Nachteilen von Cloud-Anwendungen oder der Möglichkeiten in puncto Betriebsform und dgl. bereits im Vorfeld zu klären.

Wie kann Cloudification die Wettbewerbsfähigkeit in der Finanzindustrie erhöhen?

Gerade zu den wichtigen Stichtagen, am Monatsultimo, Quartalsende oder bei den Jahresabschlussarbeiten, steigen die Anforderungen an die Ressourcen des IT-Betriebs durch die umfangreichen Reportinganforderungen an verschiedene Stakeholder eines Finanzintermediärs massiv. Aber auch die Volatilität an den Märkten, beispielsweise am Tag des BREXIT-Entscheids, führt zu unerwarteten Lastspitzen im täglichen Bankgeschäft. Die Betriebsumgebung ist auf diese Maximallast auszurichten, was in traditionellen IT-Systemen zu hohen permanenten Kosten führt.

Durch schnelles, flexibles und automatisiertes Skalieren von IT-Ressourcen können Finanzinstitute mit Cloudification dynamisch auf ein stetig wechselndes Volumen reagieren und sind nicht mehr von starren IT-Strukturen abhängig. Cloudification ermöglicht ein schnelles, flexibles und automatisiertes Skalieren der Rechenleistung, die dynamische Reaktionsmöglichkeit auf das sich ständig ändernde Tagesgeschäft.

Des Weiteren gestaltet sich die Einführung neuer Finanzdienstleistungen und Bankanwendungen sehr viel effizienter, da Anbieter ihre Applikationen auf standardisierte Cloud-Plattformen ausrichten können und diese nicht mehr mit hohem Aufwand an die individuellen IT-Infrastrukturen der Finanzinstitute angepasst werden müssen.

Was sind die Ursachen dafür, dass die Finanzindustrie im Vergleich zu anderen Industrien in der Nutzung dieser Sourcing-Möglichkeit nachhinkt?

Auf Grund von Unsicherheiten bei der Auslegung von Anforderungen der Bankenaufsicht betreffend Betriebssicherheit und Outsourcing, aber auch auf Grund kommerzieller und technischer Aspekte, schreitet die Migration hin zu Cloud-Plattformen im Finanzbereich stellenweise sehr langsam voran. Cloud Computing ist seit über zehn Jahren ein Schlüsselthema zahlreicher Konferenzen und informeller Zirkel der Branche, und trotzdem noch lange nicht vollständig akzeptiert.

Insbesondere im Bereich der automatisierten Steuerberichterstattung gibt es eine Reihe von Herausforderungen, die der zeitnahen Einführung von Cloud-Lösungen durch Banken und andere Finanzinstitute im Wege stehen können. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, rechtliche Fragen sowie kommerzielle und technische Aspekte stehen auf der Agenda der Entscheidungsträger und Experten. Wenn die Institutionen jedoch in der Lage sind, diese Hindernisse in naher Zukunft erfolgreich zu bewältigen, können Cloud-Lösungen eine ausgezeichnete Methode zur Optimierung der Infrastruktur und damit zur Verbesserung – um beim genannten Beispiel zu bleiben – der Steuerberichterstattung darstellen.

Mit der gezielten Kombination der verschiedenen Cloud-Betriebsmodelle können diese Hürden bereits heute überwunden werden.

Welche Möglichkeiten eines Cloud-Betriebs werden von der Finanzindustrie geprüft und welche Vor- und Nachteile haben die einzelnen Modelle?

Die Migration in die Cloud beginnt typischerweise mit der Definition der Ziele und der Wahl des Cloud-Modells. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass das zu wählende Cloud-Modell ganz entscheidend von diesen Zielen abhängig ist. Die Ziele und Gründe sind mannigfaltig und reichen von der Kostenoptimierung (CAPEX/OPEX-Steuerung) bis hin zu mangelnder hausinterner Kompetenz im Betrieb verteilter Applikationslandschaften. Zu den angebotenen Cloud-Modellen gehören Public Cloud, Private Cloud und Hybrid Cloud.

Public Cloud

In der Public Cloud mieten Kunden die gesamte IT-Infrastruktur von Cloud-Anbietern auf einer flexiblen Basis und teilen diese mit anderen Kunden. Damit wird kein Kapital in physische Datenzentrumsinfrastrukturen investiert und alle erforderlichen Kapazitäten können dynamisch an das Tagesgeschäft angepasst werden.

Private Cloud

Im Gegensatz dazu steht eine Private Cloud einem einzelnen Kunden exklusiv zur Verfügung. Das Hosten und Verwalten erfolgt intern über eigene Ressourcen (z.B. Rechenzentrum) oder durch entsprechend qualifizierte Dienstleister. Gegenüber der Public Cloud bietet dies dem Kunden mehr Gestaltungsspielraum und mehr wahrgenommene Sicherheit bei höheren Kosten.

Hybrid Cloud

Die Hybrid Cloud ist eine Mischform, die IT-Infrastrukturen aus den Bereichen der Public Cloud und Private Cloud bündelt, um die Vorteile der beiden Ansätze zu kombinieren – je nach Anforderungen der einzelnen Applikationen.

Was sind die Kernkomponenten für das Deployment und den Betrieb von Applikationen in der Cloud?

Die Kernkomponente für standardisiertes Deployment in die Cloud ist die Container-Technologie, wie Docker oder Kubernetes. Damit kann eine maßgeschneiderte Infrastruktur leicht, performant und ad hoc aufgesetzt werden. Das Infrastructure-as-Code-Konzept kommt nicht mehr nur beim Softwaredesign und -Deployment zum Einsatz, sondern auch beim Testing und im Betrieb. Technische Unterstützung bei der Bereitstellung von Testumgebungen liefern Orchestrierungstools wie Kubernetes oder komplette Container-Anwendungsplattformen, die zusätzlich zur Container-Verwaltung auch eine Lösung für den Aufbau von automatisierten Build Pipelines beinhalten.

Welche Vorteile können unter Zugrundelegung dieses Standards realisiert werden und wie flexibel kann zwischen den Betriebsformen gewechselt werden?

Wenn die Anwendungen für die Cloud-Dienste standardisiert werden, kann jede beliebige Betriebsform gewählt sowie zwischen den Betriebsformen auch gemischt und gewechselt werden, sodass die jeweiligen Vorteile optimal genutzt werden können.

So könnte zum Beispiel der Softwaretest (inkl. Lasttests) in einer kostengünstigen Public Cloud mit anonymisierten Daten durchgeführt werden, während der Produktivbetrieb in einer Private Cloud oder weiterhin „On Premises“ erfolgt – ohne Unterschied betreffend Software, Deployment und Betrieb. Die aus zahlreichen Projekten bekannten langen Wartezeiten auf das Deployment einer neuen Umgebung werden dramatisch verkürzt, womit Projektkosten und -risiken reduziert werden.

SDS setzt auf die marktüblichen Cloud-Konzepte und stellt Softwarelösungen unter diesen Standards zur Verfügung. Unsere Produkte lassen sich damit sowohl „On Premises“ als auch in der Private oder Public Cloud betreiben. Die jederzeitige Wechselmöglichkeit steigert die Unabhängigkeit des Finanzinstitutes, welches die Anforderungen des Regulators erfüllen, auf Lockerungen/Einschränkungen umgehend reagieren und damit auch immer im Kostenoptimum produzieren kann. Unsere Lizenznehmer können damit die steigenden Bedürfnisse in einem dynamischen Marktumfeld auch weiterhin erfüllen sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern. Insbesondere im Umfeld des ausländischen Steuerreporting mit den Regimes QI, FATCA und CRS bietet sich das Deployment in einer Cloud-Umgebung an: Die Erstellung der Reports erfolgt stichtagsbezogen in kurzen, arbeitsintensiven Perioden. Hier können wir mit SDS IREG eine fachlich enorm ausgereifte und umfangreiche Lösung jetzt auch in einem hocheffizienten Deployment-Modell anbieten.

Mehr über die Wettbewerbslage, Vor- und Nachteile von Cloud Anwendungen finden Sie in unserem aktuellen SDS REPORT zum Thema.