TestAhead: Rückenwind für die Integration der SDS-Produkte

Mit der Einspielung neu gelieferter Software in die hauseigene Integrationstestumgebung startet meist die „heiße Phase“ im Rahmen von Integrationsprojekten: Umfangreiche technische und fachliche Tests müssen in kürzester Zeit sicherstellen, dass sowohl Bestandsprozesse als auch neue Funktionalitäten nahtlos über alle Systeme und Schnittstellen hinweg mit dem eigenen Datenbestand voll funktionstüchtig sind.
Diese Phase der Systemintegration ist durch hohen Zeitdruck und Personalaufwand aus IT und Fachbereich für Software-Tests geprägt. Fehler, die in dieser Projektphase gefunden werden, sorgen für zusätzlichen Analyse- und Verwaltungsaufwand, der die Projektplanung immer wieder auf die Probe stellt.

Analyse aus Kundenperspektive

Um das Problem besser zu verstehen, haben wir die Situation aus dem Blickwinkel unserer Kunden analysiert, die neue Software in ihre IT-Landschaft integrieren müssen.

Das klassische Projektdreieck mit seinen Parametern „time“, „cost“ und „scope“ (siehe Abbildung 1) bietet einen guten Ausgangspunkt für die grundlegenden Überlegungen zur Lösung der oben beschriebenen Herausforderungen.

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Abbildung 1: Klassisches Projektdreieck

 

„Time“ repräsentiert die Durchlaufzeit der notwendigen Tests, „cost“ steht für den Testaufwand und „scope“ für den Testumfang, also die zu erreichende Testabdeckung im Rahmen der Produktintegration.

Aus dieser sehr vereinfachten Darstellung leitet sich die Zielsetzung im Gesamtkontext ab: Testabdeckung und Qualität müssen gewährleistet sein, ohne dass Durchlaufzeit und Testaufwand den durch die Projektplanung vorgegebenen Rahmen sprengen.

TestAhead: Kundenspezifische Produktintegrationstests durch SDS

Die Ergebnisse unserer Analysen führten zur Entwicklung des Service TestAhead. Der wesentliche Ansatz zur Optimierung der Produktintegration ist in Abbildung 2 („Shift Left“-Ansatz) visualisiert:

 

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Abbildung 2: Der „Shift Left“-Ansatz von TestAhead

 

TestAhead baut darauf auf, dass Teile des Testumfangs aus der Integrationsphase beim Kunden im Rahmen präintegrativer Tests bereits durch SDS durchgeführt werden.

Damit die Tests den gewünschten Erfolg bringen, wird sichergestellt, dass im Rahmen der Testplanung die für den Kunden relevanten Testziele, die individuellen Use-Cases, die zu betrachtenden Systemschnittstellen oder Umsysteme, die Testdaten und die spezifische Konfiguration so genau wie möglich in einer passenden Testumgebung abgebildet werden.

Der Aufbau der Testumgebung richtet sich nach dem gewünschten Grad der technischen Integration. Von der Nutzung einer vorkonfigurierten Standard-Testumgebung bei SDS über die Implementierung von Simulatoren für Systemschnittstellen bis hin zur Testdurchführung auf einer voll integrierten Umgebung in Verbindung mit Testsystemen vom Kunden stehen drei Ausbaustufen für TestAhead zur Verfügung, die individuell an die jeweilige Kundensituation angepasst werden können.

Ergebnisse bei der Nutzung von TestAhead

Bereits in einer sehr frühen Projektphase steht den TestAhead-Kunden ein vorab individuell qualitätsgesichertes SDS-Produkt zur Verfügung.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Der TestAhead-Report beinhaltet die Ergebnisse der durchgeführten Testfälle und die damit gefundenen Software-Fehler inklusive Behebungsstatus.

Ein weiterer Vorteil erschließt sich, wenn im Rahmen von TestAhead Fehler gefunden werden. Hier bewirkt die „physische Nähe“ des TestAhead-Teams zu Design und Entwicklung, dass der administrative Aufwand für Analyse, Behebung und Retest reduziert wird. Darüber hinaus sorgen effiziente Testprozesse unter Nutzung von Testautomatisierung für moderate Servicekosten.

Zusammenfassend kann mit Blick auf unser Projektdreieck festgehalten werden, dass durch die Anwendung von TestAhead die Faktoren „cost“ (Testaufwand, erweitert um die Zusatzkosten für Analyse, Fix und Retest) und „time“ (Durchlaufzeit des Integrationsprojekts aus Kundensicht) unter Sicherstellung von Qualität und Testabdeckung erheblich reduziert werden können.