FATCA war der Anfang – jetzt folgt OECD CRS

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FATCA, v.a. auch die Implementierung über zwischenstaatliche Vereinbarungen (auch unter der Abkürzung IGA bekannt), führte zu einer globalen politischen Initiative für erhöhte Steuertransparenz und zur bevorstehenden internationalen Einführung des OECD-Standards für den automatischen Informationsaustausch.

Gestützt von den G20-Staaten hat die OECD ein einheitliches Vorgehen für den Austausch von Steuerinformationen auf globaler Ebene entwickelt – den Common Reporting Standard (CRS). Die Grundidee dahinter ist die automatische Meldung von detaillierten Informationen über Begünstigte von Offshore-Konten in den Partnerstaaten an deren Ansässigkeitsstaat, ähnlich wie unter FATCA verlangt.

Die weitreichenden Auswirkungen dieser Reportingverpflichtungen sind an Veränderungen des globalen Privatbankenmarktes erkennbar. Klassische Hochburgen für Private Banking, wie z.B. die Schweiz, sind mit einem massiven Rückgang von einst nicht deklariertem Vermögen konfrontiert.

CRS und FATCA IGA1 (eine von mehreren Varianten der Implementierung von FATCA) haben viel gemeinsam, allerdings bestehen viele Unterschiede – sowohl auf Prozess- als auch auf technischer Ebene. Daher bleibt eine Umsetzung von OECD CRS eine Herausforderung, auch nach einer bereits erfolgreichen Implementierung von FATCA.